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TP-Link Omada als Standort mit WireGuard anbinden
Fernzugriff · ER605, ER7206 im Omada-Controller
Zuletzt überarbeitet am
Für ER605 und ER7206 im Omada-Controller. Am Ende ist das Netz hinter dem Router erreichbar — eingetragen von Hand, denn Omada nimmt keine fertige Konfigurationsdatei an; die Falle dabei steht gleich im ersten Schritt.
Hier gibt es keine Konfigurationsdatei: Das Gerät erzeugt sein Schlüsselpaar selbst, und der geheime Teil verlässt das Gerät nie. Sie tragen bei uns nur den öffentlichen Schlüssel ein und am Gerät die Werte aus dem Kundenbereich unter Fernzugriff. Geht das Gerät verloren, entfernen Sie die Gegenstelle — der Zugang ist damit sofort beendet.
Diese Anleitung gehört zu Fernzugriff von IDO DNS Service — was die Leistung kann und was sie kostet.
Der eine Fehler, den fast jeder macht: Omada füllt das Feld Lokale IP-Adresse von selbst mit einem Vorschlag aus — etwa 10.64.0.2 oder 10.192.0.2. Dieser Wert ist falsch. Dort gehört die Tunneladresse hin, die im Kundenbereich bei dieser Gegenstelle steht. Bleibt der Vorschlag stehen, wird die Verbindung grün und es kommt trotzdem nichts an.
Was ein Standort ist
Einen Omada-Router legen Sie als Standort an, nicht als Gerät. Der Unterschied ist nicht formal: Bei einem Standort tragen Sie das Netz dahinter ein — etwa 192.168.0.0/24 — und damit wird alles in diesem Netz erreichbar. Der Server, der Drucker, die Anlage im Keller. Ohne diese Angabe erreichen Sie nur den Router selbst.
Der Router braucht keine öffentliche IPv4-Adresse. Er ruft von sich aus hinaus; an DS-Lite- und Mobilfunkanschlüssen funktioniert das genauso.
Getestet mit dem ER605 im Omada-Controller. Der ER7206 und die übrigen Omada-Router bedienen sich gleich; einzelne Felder heißen je nach Fassung etwas anders.
Was Sie brauchen
Omada importiert keine .conf-Datei — Sie tragen die Werte von Hand ein. Vier Angaben brauchen Sie dafür, und die stehen alle im Kundenbereich unter Fernzugriff beim jeweiligen Kunden:
- Adresse im Tunnel — steht in der Tabelle bei der Gegenstelle
- Erreichbare Netze — die Zeile im Aufklapper bei der Gegenstelle
- Öffentlicher Schlüssel der Gegenstelle und Anschluss — unter „Angaben für Geräte, die von Hand eingerichtet werden“
- Gegenstelle: vermittlung.idodns.de
Einrichten
Die Reihenfolge ist nicht beliebig: Den Schlüssel erzeugt der Router, die Tunneladresse vergeben wir. Beides braucht die andere Seite — deshalb wird der Router zweimal angefasst.
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Im Omada-Controller die WireGuard-Verbindung anlegen
Konfiguration → VPN → WireGuard VPN → Erstellen. Lassen Sie Lokale IP-Adresse zunächst stehen, wie Omada sie vorschlägt — sie wird in Schritt 3 korrigiert. Setzen Sie den Abhörport auf 51820 und speichern Sie.
Beim Speichern erzeugt der Router sein Schlüsselpaar und zeigt den öffentlichen Schlüssel an — 44 Zeichen. Den kopieren Sie jetzt. Der geheime Teil bleibt im Router und wird uns nie gezeigt.
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Im Kundenbereich die Gegenstelle anlegen
Fernzugriff → Kunde auswählen → Art: Standort → unter „Netz hinter diesem Standort“ das Büronetz eintragen, genau so, wie der Omada-Router es vergibt → den kopierten öffentlichen Schlüssel einfügen.
Danach stehen in der Liste die beiden Angaben, die der Router noch braucht: die Adresse im Tunnel und die erreichbaren Netze.
Der Schlüssel lässt sich später nicht ändern. Erzeugt der Router ihn neu — etwa nach einem Zurücksetzen —, legen Sie die Gegenstelle neu an; das dauert eine Minute.
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Zurück im Omada: die Verbindung fertigstellen
- Lokale IP-Adresse
- „Adresse im Tunnel“ aus dem Kundenbereich, z. B. 10.80.7.2
- Lokale Netzwerke
- das Büronetz, ab Werk „Default“
Jetzt wird der Vorschlag bei Lokale IP-Adresse überschrieben — mit der Adresse, die im Kundenbereich bei dieser Gegenstelle steht. Unter Lokale Netzwerke geben Sie das Netz frei, das der Router in den Tunnel reichen soll; nur was dort ausgewählt ist, wird erreichbar.
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In derselben Verbindung die Gegenstelle (Peer) eintragen
- Öffentlicher Schlüssel
- der Schlüssel der Gegenstelle aus dem Kundenbereich
- Zugelassene Adressen
- die „Erreichbaren Netze“ aus dem Kundenbereich, z. B. 10.80.7.0/24, 10.80.9.0/24
- Endpunkt
- vermittlung.idodns.de:51820
- Erhaltungsintervall
- 25
Der öffentliche Schlüssel ist hier der unsere — nicht der, den der Router in Schritt 1 selbst erzeugt hat. Bei den zugelassenen Adressen steht das eigene Büronetz nicht dabei: Der Router sitzt darin und würde seinen eigenen Verkehr in den Tunnel schicken. Und ohne das Erhaltungsintervall bricht die Verbindung an Anschlüssen mit Adressumsetzung beim Anbieter nach kurzer Zeit ab.
Nimmt Ihre Omada-Fassung im Feld Endpunkt nur eine IP-Adresse an, tragen Sie die Adresse ein, auf die vermittlung.idodns.de zeigt. Sie dürfen das gefahrlos tun: Diese Adresse ist fest und bleibt auch dann bestehen, wenn wir den Vermittlungsserver ersetzen.
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Prüfen, dass die Verbindung steht
Im Omada wird die Verbindung nach spätestens einer halben Minute grün. Im Kundenbereich wechselt die Gegenstelle im selben Takt auf „Verbunden“.
Namen und Zertifikate
Zu jedem Kundennetz gehören Namen für die Geräte im Netz und ein Zertifikat dazu, damit der Browser keine Warnung zeigt. Für den Omada-Router selbst gilt das nicht — und zwar aus einem Grund, der sich nicht umgehen lässt.
Ein Zertifikat wirkt nur, wenn das Gerät es auch benutzt. Ein Router, den der Omada-Controller übernommen hat, gibt seine Oberfläche an den Controller ab und bietet keine Stelle, an der sich eines einspielen ließe. Er zeigt weiter sein eigenes, selbst unterschriebenes — der Browser meldet ERR_CERT_AUTHORITY_INVALID. Das ist kein Fehler in Ihrem Aufbau, sondern eine Grenze von TP-Link.
Die Oberfläche rufen Sie ohnehin über den Controller auf, und der bringt sein eigenes gültiges Zertifikat mit. Ein Name für den Router bleibt trotzdem nützlich — nur eben ohne https://, etwa zum Anpingen.
Für alles hinter dem Router gilt das Übliche: NAS, Proxmox, Home Assistant, ein Server mit nginx — überall lassen sich die beiden Dateien hinterlegen, und dann ist der Browser still. Wollen Sie auch die Omada-Oberfläche unter Ihrem eigenen Namen ohne Warnung, führt der Weg über einen eigenen Controller im Kundennetz (Software-Controller oder OC200); der nimmt ein Zertifikat entgegen. Der Cloud-Controller von TP-Link nicht.
Wenn es nicht klappt
Die Verbindung ist grün, aber nichts ist erreichbar
Zuerst die Lokale IP-Adresse prüfen. Dort muss die Tunneladresse aus dem Kundenbereich stehen, nicht Omadas Vorschlag. Steht dort etwas anderes, verwirft unser Vermittler die Pakete als gefälschte Absenderadresse — ohne Fehlermeldung, denn genau so sähe ein Angriff aus.
Der Router antwortet, die Geräte dahinter nicht
Dann fehlt unter Lokale Netzwerke das Büronetz, oder im Kundenbereich steht bei „Netz hinter diesem Standort“ ein anderes als das, das der Router wirklich vergibt. 192.168.0.0/24 und 192.168.1.0/24 sehen ähnlich aus und sind es nicht.
Ein Windows-Rechner im Büronetz antwortet nicht auf Ping
Das ist kein Fehler im Tunnel. Windows beantwortet Pings von Haus aus nur aus dem eigenen Subnetz; Ihre Anfrage kommt aus dem Tunnelnetz und wird stillschweigend verworfen. Testen Sie stattdessen einen Dienst, den Sie ohnehin brauchen — oder erlauben Sie ICMP auf dem Zielrechner:
New-NetFirewallRule -DisplayName "Ping erlauben" -Protocol ICMPv4 -IcmpType 8 -Action Allow
Das Diagnosewerkzeug im Omada meldet Zeitüberschreitung
Darauf ist kein Verlass. Netzwerk-Tools → Ping schickt von der LAN-Adresse des Routers los und über dessen normale Route — am Tunnel vorbei. Vier Zeitüberschreitungen bedeuten dort nicht, dass etwas kaputt ist. Prüfen Sie vom Verwaltergerät aus, nicht vom Router.
Fehlt eine statische Route?
Nein. Die Routen entstehen aus den Zugelassenen Adressen der Gegenstelle; eine zusätzliche statische Route auf dasselbe Netz macht es nicht besser und kann die vorhandene verdrängen. Legen Sie keine an.
Die Oberfläche des Routers ist nicht mehr erreichbar
Ein Router, den der Omada-Controller übernommen hat, gibt seine eigene Oberfläche ab — https://192.168.0.1 zeigt dann nichts mehr an. Das ist normal und sagt nichts über den Tunnel aus.
Vom Büronetz aus erreiche ich mein eigenes Netz nicht
Das ist Absicht. Ihr Verwaltungsnetz erreicht jeden Kunden, aber kein Kunde erreicht Ihr Verwaltungsnetz oder einen anderen Kunden. Antworten auf Ihre Anfragen kommen selbstverständlich zurück — nur der erste Schritt muss von Ihnen ausgehen.
Wie es weitergeht
Sobald die Gegenstelle im Kundenbereich auf „Verbunden“ steht, ist das ganze Büronetz hinter dem Omada-Router erreichbar — vom Laptop aus per Datei, vom Telefon aus per QR-Code. Beides legen Sie als eigene Gegenstelle desselben Kunden an.
Für die Geräte hinter dem Router lohnt sich der Name mit Zertifikat: ein Windows-Server ohne Warnung im Remotedesktop, ein QNAP-NAS, das sein Zertifikat selbst abholt. Und wenn der Kunde lieber im Browser bedient werden will, ohne dass auf seinem Rechner etwas läuft: Fernwartung im Browser.
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