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Häufige Fragen
Nach Themen geordnet. Was hier nicht steht, beantworten wir persönlich — ein Ansprechpartner, kein Formular.
Fernzugriff
Wie die Verbindung zustande kommt, was ohne feste IP geht und wer wen erreicht. Was der Fernzugriff leistet
Funktioniert der Fernzugriff ohne feste IP-Adresse?
Ja. Beide Seiten bauen die Verbindung von sich aus zu einem Vermittlungsserver auf. Weil niemand von außen angerufen wird, braucht keine Seite eine feste Adresse und keine Portfreigabe.
Geht das auch hinter DS-Lite?
Ja. An DS-Lite-Anschlüssen gibt es keine eigene IPv4-Adresse und keine Portfreigabe. Da die Verbindung von innen nach außen aufgebaut wird, spielt das keine Rolle. Dasselbe gilt für Mobilfunk und Gastnetze.
Können Kunden untereinander auf ihre Netze zugreifen?
Nein. Jedes Kundennetz bekommt einen eigenen Adressbereich, und der Vermittlungsserver lässt nur Verkehr innerhalb desselben Kundennetzes durch. Die Trennung ist eine durchgesetzte Regel, keine Einstellung in einem fremden Router.
Kennen Sie die privaten Schlüssel?
Nein. Der geheime Schlüssel entsteht im Browser oder im Gerät selbst und wird nie übermittelt; von ihm liegt bei uns nur der öffentliche Teil. Ein zusätzlicher PresharedKey wird verschlüsselt gespeichert und öffnet allein nichts. Das hat eine Kehrseite, die wir offen nennen: Geht eine Konfigurationsdatei verloren, können wir sie nicht ersetzen — die Gegenstelle wird dann neu angelegt.
Muss ich beim Kunden Software installieren?
In der Regel nicht. Eine FRITZ!Box ab FRITZ!OS 7.39 bringt WireGuard mit; sie bekommt eine Konfigurationsdatei und sonst nichts. Auf Laptop und Telefon genügt die kostenlose WireGuard-Anwendung. Anleitungen für die gängigen Geräte
Was passiert, wenn Ihr Vermittlungsserver ausfällt?
Dann steht der Fernzugriff still, bis er wieder läuft — die Netze Ihrer Kunden arbeiten davon unberührt weiter, es fällt nur der Weg von außen hinein aus. Die Verbindungen bauen sich anschließend von selbst wieder auf, ohne dass jemand etwas anfassen muss.
Was kostet der Fernzugriff?
Abgerechnet wird nach Kundennetzen, nicht nach Geräten. Der Einstieg liegt bei 19,00 € netto im Monat; 30 Tage lassen sich kostenlos und ohne Zahlungsmittel testen. Alle Tarife
Kann ich das erst ausprobieren?
30 Tage, ohne Zahlungsmittel, und die Testphase endet von selbst — sie wird nicht automatisch zu einem kostenpflichtigen Tarif.
Gibt es eine Alternative zu Tailscale aus Deutschland?
Ja, für einen bestimmten Fall: wenn Sie fremde Kundennetze betreuen. Beide stehen auf WireGuard, der Unterschied liegt im Zuschnitt — wir rechnen je Kundennetz ab statt je Nutzer, jedes Kundennetz ist im Ausgangszustand von jedem anderen getrennt, die Server stehen in Deutschland, und den Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO können Sie vorab lesen. Wenn Sie dagegen Ihre eigene Infrastruktur verbinden und kein Systemhaus sind, ist Tailscale in der Regel das passendere Werkzeug. Der Vergleich im Einzelnen
Fernwartung im Browser
RDP, SSH und VNC ohne Installation auf dem Gerät, vor dem Sie sitzen. Was die Fernwartung leistet
Muss ich auf jedem Rechner WireGuard installieren?
Nein. Auf Ihren eigenen Geräten lohnt es sich, weil damit alles erreichbar ist. Sitzen Sie aber an einem fremden Rechner, auf dem nichts installiert werden darf, öffnen Sie RDP, SSH oder VNC im Browserfenster — über einen Zugangsserver, den Ihr Haus allein bekommt. Auf dem Gerät vor Ihnen ist dafür nichts einzurichten.
Muss beim Kunden etwas installiert werden?
Das hängt am Protokoll. RDP bringt Windows in den Pro- und Server-Ausgaben mit, Windows Home nicht. SSH ist auf Linux- und macOS-Geräten üblicherweise vorhanden. Für VNC muss auf dem Zielgerät ein VNC-Server laufen — Windows bringt keinen mit, dort ist eine Installation nötig.
Bekommen wir einen eigenen Zugangsserver oder einen geteilten?
Einen eigenen. Ein gemeinsamer hätte Tunnel in jedes Kundennetz jedes Dienstleisters, und ein Einbruch dort träfe alle. Deshalb ist die Fernwartung ein Zusatz je Konto und nicht je Gerät.
Werden Sitzungen aufgezeichnet?
Nein. Weder Bildschirminhalte noch Tastatureingaben werden aufgezeichnet. Festgehalten wird, wer wann eine Sitzung zu welchem Ziel geöffnet hat — das steht in Ihrem Protokoll und ist für Sie einsehbar.
Cloud-Speicher
Was verschlüsselt wird, wer die Passphrase kennt und was das für Sie bedeutet. Was der Cloud-Speicher leistet
Können Sie meine Sicherungen lesen?
Nein. Verschlüsselt wird bei Ihnen, mit dem Werkzeug Ihrer Wahl, bevor die Daten übertragen werden. Bei uns liegt Zeichensalat; wir sehen, wie groß eine Sicherung ist, nicht was darin steht.
Was passiert, wenn ich die Passphrase verliere?
Dann sind die Daten verloren. Wir kennen die Passphrase nicht und können sie nicht wiederherstellen — das ist der Preis dafür, dass wir die Sicherungen auch nicht lesen können. Bewahren Sie sie getrennt von den gesicherten Systemen auf.
Womit kann ich sichern?
Mit allem, was SSH, SFTP, rsync, BorgBackup oder restic spricht. Für die gängigen Werkzeuge gibt es Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Brauche ich dafür einen bestimmten Tarif?
Einen geschäftlichen Tarif mit laufendem Abonnement — der Speicher hängt als Zusatz daran und ist nicht einzeln buchbar. Welcher es ist, spielt keine Rolle. Abgerechnet wird je Sicherungsziel: eines für Ihren eigenen Anschluss, je betreutem Kundennetz ein weiteres.
Zertifikate
Wie ein Gerät ohne öffentliche Adresse ein gültiges Zertifikat bekommt. Was die Zertifikate leisten
Muss mein Gerät dafür aus dem Internet erreichbar sein?
Nein, und das ist der ganze Punkt. Der Nachweis wird im Namensdienst geführt: Wir tragen ihn in unsere Zone ein, die Ausgabestelle liest ihn dort und spricht zu keinem Zeitpunkt mit Ihrem Gerät. Es braucht keine Portfreigabe, keine Weiterleitung und keine feste Adresse.
Was steht auf dem Zertifikat, und für wie viele Geräte gilt es?
Zwei Namen: Ihre Kennung und ein Platzhalter darunter, also etwa buero.idodns.de und *.buero.idodns.de. Der Platzhalter deckt jedes Gerät ab, das Sie benennen — auch später hinzugekommene. Er reicht genau eine Ebene tief: nas.buero ja, nas.keller.buero nein.
Muss ich das Zertifikat alle drei Monate von Hand tauschen?
Nein. Dreißig Tage vor Ablauf holt der nächtliche Lauf ein neues, und Ihr Gerät lädt es sich mit einem fertigen Skript selbst ab — es gibt Fassungen für Linux, Windows, QNAP und OPNsense. Bleibt eine Abholung eine Woche aus oder scheitert die Erneuerung, geht die Meldung an uns, und wir sehen nach.
Kann jeder sehen, wie meine Geräte heißen?
Die Namen ja, erreichen kann sie niemand. Damit ein öffentlicher Dienst einen Namen beurkunden kann, muss der Name öffentlich auflösen; dahinter steht Ihre private Adresse, und die ist aus dem Internet nicht zustellbar. Außerdem veröffentlicht jede Ausgabestelle, welche Namen sie beurkundet hat — das ist gewollt und der Grund, weshalb gefälschte Zertifikate heute auffallen. Wählen Sie Gerätenamen also so, wie Sie ein Klingelschild beschriften würden.
Komme ich damit auch von unterwegs an mein NAS?
Nein. Ein Zertifikat beweist, wer das Gerät ist; einen Weg dorthin schafft es nicht — von außen bleibt Ihr Netz zu. Dafür gibt es den Fernzugriff: Danach erreichen Sie dasselbe Gerät unter demselben Namen und mit demselben Zertifikat, also wieder ohne Warnung.
DynDNS
Der eigene Anschluss unter einem festen Namen. Was der DynDNS-Dienst leistet
Welche Geräte werden unterstützt?
Alles, was „Dynamic DNS“ mit einem frei wählbaren Anbieter beherrscht — FRITZ!Box, Speedport, UniFi, OPNsense, Synology und viele mehr. Für die gängigen gibt es eine Anleitung, für alle anderen die allgemeine.
Kann ich mir den Namen aussuchen?
Nein, den Hostnamen vergeben wir — kurz genug, um ihn am Telefon durchzugeben. Das hat zwei Gründe: DNS-Zonen sind öffentlich abfragbar, ein selbst gewählter Name verriete also, wem der Anschluss gehört; und Namen wie mail oder www ließen sich sonst belegen. Der vergebene Name bleibt derselbe, solange der Hostname besteht.
Funktioniert das auch mit IPv6?
Ja, IPv4 und IPv6. An reinen DS-Lite-Anschlüssen gibt es keine eigene IPv4-Adresse; dort ist der Name über IPv6 erreichbar. Wer von außen trotzdem über IPv4 hereinkommen muss, braucht den Fernzugriff.
Preise und Abrechnung
Netto oder brutto, Zahlweise, Kündigung, Tarifwechsel. Alle Preise
Warum sind die Preise beim Fernzugriff netto und beim DynDNS brutto?
Weil zwei verschiedene Leute davorstehen. Ein Systemhaus zieht die Umsatzsteuer als Vorsteuer ab; für den Einkauf ist der Nettobetrag die Zahl, mit der gerechnet wird, und ein Bruttopreis müsste erst zurückgerechnet werden. Bei einem Angebot an Verbraucher ist es umgekehrt: Dort schreibt die Preisangabenverordnung den Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer vor — alles andere wäre eine Zahl, die niemand zahlt.
Wie wird abgerechnet?
Der Betrag wird zu Beginn jedes Abrechnungszeitraums eingezogen, die Rechnung steht danach in Ihrem Konto. Kreditkarte, SEPA-Lastschrift und weitere gängige Zahlungsarten. Bei jährlicher Zahlweise zahlen Sie zehn statt zwölf Monatsbeiträge. Ihre Zahlungsdaten liegen beim Zahlungsdienstleister und erreichen uns zu keinem Zeitpunkt.
Ich habe eine USt-IdNr. aus dem EU-Ausland
Tragen Sie sie im Bezahlvorgang ein. Bei einem gültigen Eintrag rechnen wir ohne deutsche Umsatzsteuer ab (Reverse-Charge-Verfahren), die Rechnung weist das entsprechend aus.
Was passiert, wenn eine Abbuchung fehlschlägt?
Wir versuchen es über etwa zwei Wochen mehrfach erneut, und Sie werden per E-Mail benachrichtigt. Ihr Zugang bleibt in dieser Zeit bestehen. Erst wenn die Zahlung endgültig ausbleibt, wird der Zugang stillgelegt — Ihre Hostnamen, Netze und Einstellungen bleiben dabei erhalten und leben nach der Zahlung wieder auf.
Wie lange bin ich gebunden?
Bis zum Ende des bezahlten Zeitraums — also einen Monat oder ein Jahr. Danach verlängert sich der Tarif automatisch, solange Sie nicht kündigen. Die Kündigung ist jederzeit im Kundenbereich unter „Tarif“ mit einem Klick möglich und wirkt zum Ende des bezahlten Zeitraums.
Was passiert nach der Testphase?
Nichts, was Geld kostet. Die Testphase endet automatisch, ohne dass daraus ein kostenpflichtiger Tarif wird. Wenn Sie bis dahin keinen Tarif gewählt haben, werden Ihre Hostnamen nicht mehr aktualisiert und nach einer Übergangszeit entfernt. Wir erinnern Sie vorher per E-Mail.
Kann ich einzelne Kundennetze oder Gegenstellen dazubuchen?
Ja, ohne Tarifwechsel: Im Kundenbereich unter Tarif buchen Sie weitere Kundennetze und weitere Gegenstellen je Netz dazu - und wieder ab. Abgerechnet wird taggenau, die angebrochene Laufzeit anteilig; die Preise je Netz und je Gegenstelle stehen auf der Preisseite. Erst wenn auch das Dazubuchen nicht mehr reicht, ist der naechste Tarif die Antwort.
Kann ich den Tarif wechseln?
Jederzeit nach oben. Nach unten, sobald Sie so viele Hostnamen oder Kundennetze gelöscht haben, dass Sie in das kleinere Kontingent passen. Die angebrochene Laufzeit wird anteilig verrechnet: beim Hochstufen zahlen Sie nur die Differenz, beim Herabstufen bekommen Sie ein Guthaben für die nächste Rechnung.
Konto, Daten und Sicherheit
Wem die Daten gehören, was wir sehen und was beim Aufhören passiert. Zur Datenschutzerklärung
Wo stehen die Server?
In einem Rechenzentrum in Deutschland. Das gilt für die Namensauflösung, die Vermittlungsserver und den Cloud-Speicher.
Brauche ich einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung?
Wenn Sie mit dem Dienst fremde Netze betreuen: ja. Sie sind dann gegenüber Ihren Kunden verantwortlich, wir sind Ihr Unterauftragsverarbeiter. Den Vertrag nach Art. 28 DSGVO können Sie vorab lesen und im Kundenbereich annehmen — ohne ihn lässt sich kein Netz für einen Kunden anlegen. Wer nur seinen eigenen Anschluss betreibt, braucht ihn nicht.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich aufhöre?
Sie können Ihr Konto im Kundenbereich löschen. Hostnamen und Einträge werden dabei entfernt, Rechnungen bleiben, solange die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen laufen. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Fragen geklärt?
Dann probieren Sie es aus. Sie richten in Ruhe ein und sehen an Ihrer eigenen Anlage, ob es taugt — und wenn dabei eine neue Frage aufkommt, antwortet Ihnen jemand, der die Anlage kennt.
Keine Zahlungsdaten nötig, keine automatische Verlängerung in einen kostenpflichtigen Tarif. Sie richten in Ruhe ein und entscheiden danach.
Ihre Frage steht nicht dabei?
Schreiben Sie uns an info@idodns.de. Sie bekommen eine Antwort von jemandem, der die Anlage kennt — und was mehrfach gefragt wird, steht danach hier.
Eine Einrichtung Schritt für Schritt suchen Sie unter Anleitungen.