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Fernzugriff mit WireGuard auf iPhone und Android einrichten

Fernzugriff · Telefon, Tablet

Zuletzt überarbeitet am

Für Telefon und Tablet, wenn Sie unterwegs in ein Kundennetz müssen. Am Ende genügt ein Schalter in der WireGuard-App — eingerichtet ist sie mit einem abgescannten QR-Code.

Sie brauchen dafür die Konfigurationsdatei dieser Gegenstelle. Sie entsteht im Kundenbereich unter Fernzugriff und enthält Ihren geheimen Schlüssel — sie liegt nur einmal vor. Wir speichern den geheimen Teil nicht und können ihn Ihnen kein zweites Mal geben. Ist die Datei weg, legen Sie die Gegenstelle neu an; das dauert eine Minute.

Diese Anleitung gehört zu Fernzugriff von IDO DNS Service — was die Leistung kann und was sie kostet.

Der schnellste Weg: QR-Code abscannen

Legen Sie die Gegenstelle am Rechner an und lassen Sie sich den QR-Code anzeigen. Die WireGuard-App auf dem Telefon scannt ihn ab — fertig. Nichts herunterladen, nichts verschicken, nichts von Hand abtippen.

Der QR-Code entsteht dabei in Ihrem Browser, nicht auf unseren Servern. Der geheime Schlüssel steckt darin, und er verlässt Ihr Gerät auf diesem Weg nicht.

Der Code ist der Zugang. Wer ihn abfotografiert, kommt in das Netz Ihres Kunden. Zeigen Sie ihn niemandem sonst, und lassen Sie ihn nicht auf einem Bildschirm stehen, an dem jemand vorbeigeht — mit „Verwerfen" ist er sofort weg.

Ohne QR-Code geht es genauso: Kundenbereich gleich auf dem Telefon öffnen, dann liegt die Datei dort, wo sie hin soll, und war nie woanders. Nur den Umweg über E-Mail oder Messenger sollten Sie meiden — das wäre ein Schlüssel im Klartext auf fremden Servern.

Was Sie brauchen

  • Die App WireGuard aus dem App Store oder Play Store — kostenlos, Herausgeber „WireGuard Development Team“.
  • Ihren Zugang zum Kundenbereich unter Fernzugriff, am Rechner (für den QR-Code) oder gleich auf dem Telefon.
  • Einen angelegten Kunden mit mindestens einem Standort — etwa der FRITZ!Box. Legen Sie das Telefon danach an: Die Datei trägt die Netze, die es zum Zeitpunkt des Anlegens gibt.

Einrichten

  1. WireGuard installieren

    Die App heißt schlicht WireGuard und ist kostenlos — im App Store und im Play Store, herausgegeben von „WireGuard Development Team“.

  2. Kundenbereich auf dem Telefon öffnen und anmelden

    Fernzugriff → Kunde auswählen.

  3. Gegenstelle anlegen

    Art: Gerät → Name vergeben (etwa „iPhone Chef“) → „Schlüsselpaar im Browser erzeugen“ → anlegen.

  4. Konfiguration speichern

    Auf „Konfiguration speichern“ tippen. Die Datei landet in „Downloads“ beziehungsweise in „Dateien“. Tun Sie es sofort — verlassen Sie die Seite vorher, ist der geheime Teil verloren.

  5. In WireGuard importieren

    WireGuard öffnen → + → „Aus Datei oder Archiv importieren“ → die gespeicherte .conf auswählen → den Schalter umlegen. iOS fragt einmalig nach der Erlaubnis, eine VPN-Konfiguration hinzuzufügen.

Im Alltag

Sie können den Tunnel angeschaltet lassen. Es geht nur der Verkehr in die Netze Ihres Kunden hindurch, alles andere läuft direkt — deshalb kostet er kaum Akku und bremst nichts aus.

Umgekehrt heißt das: Der Tunnel muss an sein, wenn Sie an die Anlage im Büro wollen. Steht in WireGuard unter „Letzter Handschlag“ eine Zeit, die weiterläuft, ist alles in Ordnung.

Wenn es nicht klappt

Die App findet die Datei nicht

Auf dem iPhone liegt sie unter Dateien → Auf meinem iPhone → Downloads, auf Android unter Downloads. Wählen Sie in WireGuard „Aus Datei oder Archiv importieren“ und nicht „Von QR-Code“.

Der Tunnel ist an, aber nichts ist erreichbar

Prüfen Sie die Zeile AllowedIPs im Tunnel. Wurde der Standort des Kunden erst nach diesem Telefon angelegt, fehlt sein Netz dort. Der Kundenbereich zeigt bei jeder Gegenstelle, wie die Zeile heute aussehen müsste.

Das Telefon steht im Kundenbereich noch auf „Online“, obwohl der Tunnel aus ist

Die Anzeige folgt dem letzten Lebenszeichen und braucht eine knappe Minute, bis sie umspringt. Warten Sie kurz und laden Sie die Seite neu.

Ein zweites Telefon soll dasselbe können

Legen Sie dafür eine eigene Gegenstelle an. Dieselbe Datei auf zwei Geräten funktioniert nicht — beide benutzen dieselbe Adresse, und die Verbindung fällt abwechselnd aus.

Wie es weitergeht

Mit dem Telefon in der Tasche erreichen Sie ab jetzt jeden Standort dieses Kunden — die Kamera an der Halle, den Drucker, die Weboberfläche der Anlage. Dasselbe für den Arbeitsplatz: Windows und macOS richten Sie in fünf Minuten ein, mit derselben Datei-Mechanik.

Fehlt noch ein Standort — die FRITZ!Box, eine OPNsense oder ein Omada-Router —, ist er der nächste Schritt. Und für den Server dahinter, auf dem der Browser noch warnt: Remotedesktop ohne Zertifikatswarnung. Wer vom Telefon aus nur kurz einen Bildschirm sehen will, ohne einen Tunnel anzuschalten, nimmt die Fernwartung im Browser.

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Steht die Antwort dort nicht, schreiben Sie uns an info@idodns.de — mit dieser Anleitung im Betreff. Was mehrfach gefragt wird, steht danach hier.